Für Markus Müller, genannt Mark, Aktivist in der linksradikalen Szene Westberlins der späten 1970er Jahre, war Heimat bislang keine relevante Kategorie. Ein unfreiwilliger winterlicher Aufenthalt in London, um behördlichen Nachstellungen wegen eines Handstreichs gegen den Oberstaatsanwalt für politische Straftaten, Maximilian von Erbe, zu entgehen, scheint das infrage zu stellen und ihn eines Besseren zu belehren. Das ändert sich schlagartig bei seiner Rückkehr in die Mauerstadt im Mai 1980, als ihm die vorgefundenen Umstände schonungslos klarmachen, dass Heimat der Ort ist, an dem dir die ganze Scheiße deines Lebens konzentriert um die Ohren fliegt.
Eine wilde Reise auf 500 Seiten durch die politischen Verstrickungen und skurrilen Absurditäten des geteilten Berlins.
»Wissense, Herr Jeheimrat, dit is so, mit Bezahlen wird dit meeste Jeld verplempert
»Was verstehst du […] denn von der Relativitätstheorie?
»Ich? Ne ganze Menge. Wenn zum Beispiel ein Trotzkist Mitglied in drei verschiedenen Organisationen ist, dann ist das relativ wenig. Wenn ein Anarchosyndikalist in einer einzigen Organisation ist, dann ist das relativ viel.
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