»Alle Fortschritte in der Menschheitsgeschichte wurden bis heute durch das Streben der Menschheit nach Freiheit und menschlicher Solidarität ermöglicht.«

Anarchismus in Afrika

Dieses einzigartige Buch dürfte für alle von Interesse sein, die sich für Afrika oder Anarchismus interessieren. Die Autoren Sam Mbah und I.E. Igariwey wenden sich mit diesem Buch Afrika zu und untersuchen ausführlich die »anarchistischen Elemente« in vielen traditionellen (vorkolonialen) afrikanischen Gesellschaften. Sie beleuchten die verheerenden Auswirkungen des Kolonialismus auf die traditionellen Gesellschaften Afrikas und auf die wirtschaftlichen und politischen Strukturen des Kontinents sowie die schrecklichen Probleme, die der Kolonialismus hinterlassen hat. Nachdem sie die gescheiterten Versuche sozialen Veränderungen durch »afrikanisch-sozialistische « Regierungen in der postkolonialen Zeit untersucht haben, halten sie fest, dass es einen Ausweg für Afrika gibt – einen anarchistischen Umbau seiner wirtschaftlichen und sozialen Strukturen.

»Die Relevanz des Anarchismus für die menschliche Gesellschaft war nirgendwo so offensichtlich wie in Afrika. Angesichts der Vielzahl von Problemen, mit denen die Völker Afrikas konfrontiert sind, der erschöpfenden sozioökonomischen Bedingungen, unter denen die große Mehrheit von ihnen lebt, und der insgesamt wirtschaftlich benachteiligten Lage Afrikas im Vergleich zu anderen Kontinenten, ist der Anarchismus wirklich das einzige befreiende Konzept, das in der Lage ist, ›den dunklen Kontinent‹ in eine wirklich zukunftsorientierte Richtung zu lenken.«

15,00 €

 

»Anarchistische Literatur ist zwar nirgendwo reichlich vorhanden, aber in Afrika ist sie besonders rar. Diese Tatsache erklärt zum Teil, warum sich anarchistische Ideen trotz der Krise des Staatssozialismus in Afrika und anderswo nicht so schnell verbreiten, wie sie sollten.
Die Entwicklung des Anarchismus wurde auch aus anderen Gründen jahrzehntelang gebremst, einer dieser ist die theoretische Schwäche des Anarchismus. So historisch korrekt die Positionen der Anarchist*innen auch sein mögen, ohne eine solide theoretische Grundlage werden die meisten Arbeiter*innen, Bäuer*innen und anderen potenziellen Anarchist*innen dieser Philosophie gegenüber gleichgültig bleiben.

Es stimmt, dass Anarchist*innen zu den Ersten gehörten, die den Kapitalismus und den marxistischen Sozialismus zutreffend kritisierten und davor warnten, wohin der staatliche Weg letztendlich führen würde. Und Anarchist*innen entwickelten auch überlegenere Organisierungsmethoden, die auf echter Massendemokratie basierten. Der Punkt jedoch ist, dass es Anarchist*innen in ihrer Kritik am Marxismus versäumt haben, die autoritäre Seite des Marxismus ausreichend tiefgehend zu erklären und darzulegen, warum diese autoritäre Seite ein fataler Fehler ist.

Vor diesem Hintergrund haben wir, die Mitglieder der Awareness League, beschlossen, die Beziehung zwischen Afrika und dem Anarchismus zu untersuchen. Dabei treibt uns ein doppeltes Gefühl historischer Verantwortung an: den Anarchismus und die anarchistischen Prinzipien um eine afrikanische Perspektive zu bereichern und Afrika einen Platz im Rahmen der weltweiten anarchistischen Bewegung zu verschaffen.

Angesichts des Zusammenbruchs der autoritären Linken besteht kaum ein Zweifel daran, dass die Zeit für dieses Projekt reif ist. Aber in einer Welt, die von kapitalistischen und, in geringerem Maße, marxistischen Einflüssen durchdrungen ist – von den Mustern der Sozialisierung in der Kindheit bis hin zum Würgegriff der Massenmedien auf die öffentliche Meinung –, steht das anarchistische Projekt vor einer schwierigen Aufgabe. Dieses Buch ist unser Beitrag zu dieser gewaltigen Aufgabe.«